Der wahre Grund, warum du mit dem Gitarrespielen nicht besser wirst (ich auch nicht)

Geschrieben von

Christian

am

12. September 2026

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Du willst besser Gitarre spielen, aber irgendwie klappt's einfach nicht? Bei mir ist das genauso. Und der Grund dafür war mir selbst lange nicht klar.

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Warum du beim Gitarre spielen nicht besser wirst (und ich auch nicht)

Du und ich werden wahrscheinlich nicht so schnell besser im Gitarre spielen, wie wir uns das wünschen. Ich glaube, ich weiß mittlerweile warum – zumindest bei mir.

Gitarre spielen ist schwer zu lernen, aber nicht anstrengend

Ich habe mal scherzhaft zu meinem Kollegen gesagt, Gitarre spielen sei doch einfach. Der hat ziemlich komisch geguckt, weil das auch ziemlich provokant war. Aber Gitarre spielen ist eben auch einfach, wenn man es kann.

Es ist nicht wie Klettern oder Bergsteigen oder Armwrestling, was richtig anstrengend ist. Vielleicht ist ein ganzes Konzert durchzuspielen anstrengend, aber mal einen Song zu spielen, das ist es nicht. Schwer ist etwas anderes: das Lernen selbst. Und das geht nur, wenn man wirklich lange dranbleibt und Tag für Tag Wiederholungen macht. Dabei müssen die einzelnen Einheiten gar nicht lang sein – manchmal reichen schon fünf Minuten mit der Gitarre.

Spielen ist nicht das Gleiche wie Üben

Genau hier liegt mein Problem. Ich übe gar nicht so viel, wie ich sollte. Ich habe das Gefühl, als würde ich ganz viel Gitarre spielen, weil ich das Ding jeden Tag in die Hand nehme und ein bisschen spiele. Aber das ist nicht das Gleiche wie üben.

Ein bisschen zu spielen, das, was man schon kann, verbessert einen nicht so sehr, wie wenn man aus seiner Komfortzone herausgeht und an etwas arbeitet, was man noch nicht so gut kann.

Was mir mein eigenes Tool zeigt

Aktuell arbeite ich viel an meiner neuen Webseite und an meinem Gitarrentrainer. Den solltest du unbedingt mal ausprobieren. Er macht dir deinen Trainingsplan – nein, das stimmt nicht ganz, den musst du immer noch selber machen. Aber es ist ein gutes Tool, um sein Training selbst zu gestalten.

Auf der Startseite des Tools sehe ich eine Übersicht, was ich diese Woche geübt habe. Und aktuell steht da manchmal einfach nichts, weil ich eine Woche lang gar nicht geübt habe. Das ist die größte Erkenntnis, die mir dieses Tool bringt.

So läuft es bei mir, wenn ich es nutze: Ich habe meinen Trainingsplan mit meinen Übungen, starte ihn, und dann geht es Übung für Übung weiter. Am Ende habe ich meistens eine halbe Stunde geübt, und das wird dokumentiert und gespeichert.

Nutze ich das Tool nicht, klampfe ich einfach nur ein bisschen rum. Das ist auch okay, das macht Spaß, und Musik machen sollte ja auch Spaß machen. Aber Üben ist das, was einen wirklich nach vorne bringt.

Warum ich es trotzdem aufschiebe

Meistens denke ich mir: Mach ich nachher. Schreibst du noch den Artikel, sprichst du den Podcast ein, oder arbeitest an deinem Tool, wo noch Abstände und Schriftgrößen passen müssen. Diese ganzen Kleinigkeiten halten einen auf, bis der Tag vorbei ist. Wie sehr mich mein eigener Gitarrentrainer gerade vom Üben abhält, habe ich schon an anderer Stelle beschrieben. Das ist der wahre Grund, warum ich nicht so schnell besser werde, wie ich das gerne möchte.

Monatelang am gleichen Picking-Muster

Ich könnte in meinem Tool auch sehen, wie lange ich schon an einer Übung dran bin. Wahrscheinlich würde ich sehen, dass ich irgendein Picking-Muster schon monatelang übe, obwohl ich es nach ein paar Wochen eigentlich können müsste. Weil ich nicht dranbleibe, schleppe ich manche Sachen ewig mit mir rum, die ich längst können und hinter mir lassen sollte.

Ich werde nie aufhören zu lernen. Aber den Grundstock, den man meiner Meinung nach als guter Gitarrist braucht, den habe ich noch nicht. Und das dauert Ewigkeiten.

Im Grunde ist es genau dieser Unterschied, der mich ausbremst: Ich spiele Gitarre, aber ich übe nicht. Und nur eins von beiden bringt mich wirklich weiter.

Wie ist das bei dir? Schiebst du das Üben auch gerne mal auf, oder hast du einen festen Plan, von dem du nicht abweichst? Schreib’s mir gern unten in die Kommentare.

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