Endlich Ordnung – Der Gitarrentrainer von Planlos am Plektrum

Geschrieben von

Christian

am

26. September 2026

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Ich zeige dir, was in meinem Gitarrentrainer steckt – von Übungsplänen bis zum Griffbrett-Lernspiel mit KI.

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Endlich Ordnung – Der Gitarrentrainer von Planlos am Plektrum

Warum ich überhaupt angefangen habe eine eigene Trainings-App zu entwickeln

Vor einigen Monaten habe ich angefangen, an einem Gitarrentrainer zu entwickeln. Der Wunsch dahinter war einfach: Ich wollte eine zentrale Anlaufstelle haben, einen Punkt, an dem ich alle meine Übungen speichern kann. Wie sehr mich mein eigener Gitarrentrainer zwischenzeitlich vom Üben abgehalten hat, habe ich bereits während der Entwicklung beschrieben.

Bisher habe ich dafür OneNote benutzt, diese Notiz-App von Windows. Da habe ich mir aufgeschrieben, was ich üben will, mit Stichpunkten. Das Problem: Öffne ich die App heute, finde ich meine Übungen darin gar nicht mehr wieder. Es ist einfach zu viel drin – Musiktheorie, Griffbrett, alles Mögliche. OneNote ist gut, um sich eine Datenbank aufzubauen und Notizen abzulegen. Aber meine eigentlichen Übungen finde ich da nicht mehr, auch weil ich sie schon lange nicht mehr benutze – ich nutze ja längst meinen Trainingsplaner dafür.

Das Kern-Feature: Übungen und Trainingspläne

Im Trainingsplaner kann ich mir Übungen erstellen und festlegen, was ich üben möchte. Ich kann einstellen, wie lange ich üben will – 5 Minuten, 6, 7, 10, was auch immer. Ich kann festlegen, ob dabei ein Metronom aktiviert werden soll, wie schnell und wie laut es sein soll. Starte ich die Übung im Training, aktiviert sich das Metronom automatisch in genau der Einstellung, die ich für diese Übung brauche. Das ist schon mal sehr praktisch – das kann so ein Notizprogramm natürlich nicht.

Ich kann außerdem Trainingsmaterial hinzufügen: Griffbilder, Picking-Muster, Tabulaturen, Bilder oder Audiodateien, oder externe Links, zum Beispiel zu Songsterr oder einem YouTube-Video. Ein Video kann ich auch direkt in der App öffnen. So habe ich für eine Übung alles zentral an einem Ort, was ich dafür brauche.

Aus mehreren Übungen baue ich mir dann einen Trainingsplan. Dafür ziehe ich einfach meine Übungen in den Plan, zum Beispiel in ein Grundlagentraining, und speichere ihn unter diesem Namen. Einen anderen erstelle ich, um gezielt einen Song zu üben. So kann ich mir, wenn ich das einmal eingerichtet habe, sehr schnell den passenden Trainingsplan für meine Bedürfnisse laden und sofort starten. Wie ich aus einem YouTube-Video konkrete Übungen und einen Trainingsplan entwickle, zeige ich am Beispiel von „Everybody Hurts“ von R.E.M.

Am Anfang ist das allerdings viel Arbeit, weil von sich aus keine Übungen im Tool sind – die musst du dir erst selbst einpflegen. Aber eigentlich geht es beim Trainingsplaner gar nicht darum, dir ein Training vorzugeben. Woher soll ich wissen, was du für Übungen brauchst? Das musst du selbst eintragen. Hast du das aber einmal gemacht, ist es wirklich einfach: App öffnen, auf Start klicken, und los geht’s.

Bonus: Das Griffbrett kennenlernen – mit der Gitarre in der Hand

Neben den Übungen habe ich ein kleines Spiel zum Lernen des Griffbretts eingebaut, weil ich sowas selbst nirgends gefunden habe. Du legst fest, welche Saite du lernen willst und bis zu welchem Bund – zum Beispiel die E-Saite bis zum 12. Bund – und trainierst dann die Stammtöne. Das Tool fragt dich: „Spiel doch das B.“ Du spielst den Ton auf deiner Gitarre, und das Tool erkennt, dass du den richtigen Ton gespielt hast, und geht zum nächsten über. Spielst du den falschen Ton, wird dir angezeigt, welchen Ton du tatsächlich gespielt hast, und du musst den richtigen finden.

Der Clou: Du musst nach dem Start nirgendwo mehr draufklicken. Du behältst deine Gitarre in der Hand und trainierst einfach weiter. Du kannst auch mehrere Saiten kombinieren, zum Beispiel die tiefe E-Saite und die A-Saite dazu nehmen. Dann wirst du mal zur E- und mal zur A-Saite gefragt und musst ständig umdenken – ah, C auf der A-Saite, wo war das nochmal.

Genau das habe ich beim Lernen vermisst. Wenn ich mir selbst vorgenommen habe, die E-Saite zu lernen, habe ich mir ja auch selbst vorgegeben, wonach ich suche. Das ist nicht dasselbe, wie wenn dir jemand von außen sagt: Greif jetzt mal das C auf der E-Saite. Man selbst weiß es ja meistens schon, bevor man wirklich sucht. Genau da, finde ich, kann dieses kleine Tool wirklich helfen.

Dazu gibt es noch eine Variante: das Zeitrennen. Eine Minute lang versuchst du, so viele Töne wie möglich auf der Gitarre zu finden. Auch hier legst du vorher fest, welche Saiten du nimmst – am besten die, die du schon kennst – und wirst dann einfach schneller und besser. Das ist ziemlich cool geworden.

Der Trainingsverlauf

Schließt du ein Training über den Trainingsplaner ab, wird das in deinem persönlichen Verlauf gespeichert und dir auf der Startseite angezeigt. Du siehst, wie oft und wie lange du in der letzten Woche trainiert hast – wirklich trainiert, nicht einfach nur gespielt. Willst du nur ein bisschen spielen, brauchst du den Trainer dafür nicht, dann nimmst du einfach die Gitarre in die Hand. Aber für richtiges Üben mit Plan startest du den Trainingsplaner und gehst deine Übungen nacheinander durch.

Zu sehen, dass ich geübt habe – oder in meinem Fall eben auch, dass ich es mal nicht getan habe – ist wirklich eine kleine Offenbarung.

Zukunftsorientiert: Gebaut mit KI, gesteuert mit der Stimme

Ich habe viel selbst programmiert und dafür KI benutzt, um mir Dinge klarzumachen. Wenn ich nicht wusste, wie man etwas umsetzt, habe ich die KI gefragt – mittlerweile gar nicht mehr über die Tastatur, sondern übers Mikrofon. Ich spreche einfach mit ChatGPT oder mit Claude. Ich glaube, dahin geht die Entwicklung generell: dass man in Zukunft kaum noch tippt, sondern mit dem Computer spricht.

Genau das kann man auch im Gitarrentrainer selbst machen. Ich habe KI eingebaut, die gesprochene Sätze interpretieren kann. Du kannst zum Beispiel sagen: „Zeig mir die Töne auf der Gitarre.“ Dann öffnet sich eine Ansicht vom Gitarrenhals, klickst du auf C, werden dir alle C-Töne auf dem Griffbrett angezeigt. Genauso kann ich sagen: „Zeige mir die Pentatonik“ oder „Starte meinen Trainingsplan“ – und das Tool macht es einfach.

Weitere Werkzeuge

Daneben gibt es noch ein paar Tools, die ich separat nutzen kann:

  • Pentatonik-Anzeige: sämtliche Pentatonik-Boxen, 1 bis 5, in allen Tonarten, Dur und Moll, direkt auf dem Griffbrett mit den passenden Tönen.
  • Dreiklänge: zeigt dir, wie ein Akkord aufgebaut ist – die meisten Akkorde, die man kennt, sind ja Dreiklänge – und wo sich diese drei Töne auf dem Griffbrett befinden.
  • Ein eigenständiges Metronom: Viervierteltakt, Fünf- oder Sechsachtel, dazu der Grundschlag in Achteln, Triolen oder Sechzehnteln.

Mit alldem habe ich, zumindest für das, was ich selbst übe, eigentlich alles zusammen, was ich brauche.

Übungen von der KI erstellen lassen

Eine Übung selbst zu planen, bedeutet einiges an Arbeit. Du musst überlegen, was du willst, brauchst vielleicht Griffbilder dazu, vielleicht eine Tabulatur. Mein Ziel ist es aber, den Einstieg in den Gitarrentrainer so einfach wie möglich zu machen – und mir selbst auch das Leben etwas zu erleichtern. Deshalb habe ich eine KI eingebaut, der ich zum Beispiel sagen kann: „Erstell mir einen Übungsplan, um den Wechsel von D auf G zu trainieren.“ Dann erstellt mir die KI eine passende Übung samt Material – zum Beispiel die Griffbilder für G und D, und wenn es sich anbietet, eine Tabulatur dazu.

Das ist natürlich etwas gröber und vielleicht nicht exakt die Übung, die du dir vorgestellt hast, aber ein guter Startpunkt. Die Griffe selbst stimmen zuverlässig, weil ich eine Griffdatenbank habe: Die KI schaut zuerst dort nach und erstellt einen Griff nur dann neu, wenn er fehlt. Je länger ich an dem Tool arbeite, desto größer wird diese Bibliothek – und dadurch werden Fehler seltener. Für ganz spezielle Übungen liefert dir die KI wahrscheinlich nicht genau das, was du dir vorstellst. Aber als Startpunkt taugt es, und die KIs werden ja auch immer besser.

Was das kostet

Ganz kostenlos wird sich das langfristig nicht anbieten lassen. Manche KIs, die ich eingebaut habe, kosten nichts. Aber gerade beim Erstellen eines Trainingsplans nehme ich das beste Modell, das ich kenne, mit dem höchsten Denkvermögen – damit die Übungen wirklich gut werden. Das wird sich auch nicht ändern, weil mir die Qualität des Tools wichtig ist. Das kostet aber nun mal Geld, das ich dann zahlen muss. Wenn viele Leute anfangen, sich Übung um Übung erstellen zu lassen, kann ich das nicht kostenlos anbieten. Wie ich das langfristig lösen werde, weiß ich noch nicht.

Wie es jetzt weitergeht

Im Moment kann sich jeder anmelden und sich den Gitarrentrainer angucken, um zu schauen, ob das was für einen ist – und vielleicht findet jemand den einen oder anderen Fehler. Darüber würde ich mich besonders freuen: wenn mir jemand sagt, eigentlich erwarte ich, dass das Tool das macht, aber es macht etwas anderes. Das hilft mir, weil ich den Trainingsplaner erstmal für mich selbst entwickelt habe, so, dass ich gut damit klarkomme. Ob das für dich genauso passt, weiß ich nicht. Solltest du ihn testen, wäre dein Feedback wirklich wertvoll für mich.

Schreib mir gern in die Kommentare, ob dir so ein Gitarrentrainer überhaupt etwas bringen würde. Ist das interessant für dich, oder sagst du eher: Ne, ich hab meinen Zettel, das reicht mir? Das würde mich wirklich interessieren. Und falls dich der Trainingsplan neugierig gemacht hat: Meld dich einfach für die Beta an, dann schalte ich ihn dir frei und du kannst ihn ausprobieren.

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